Herzlich Willkommen Ihr Peter Kremer
Herzlich WillkommenIhr Peter Kremer

Gar nicht amtlich... Die etwas andere Kolumne

 

Zur Erläuterung: Der Text muss immer schon 1 Woche vor der Veröffentlichung im Verlag vorliegen. Daher dieser zeitliche Verzug. Ich bitte um Entschuldigung wenn dadurch manchmal der aktuelle Bezug fehlt.

Guten Morgen.               Ich sitze gerade bei einer guten, gar nicht amtlichen Tasse Kaffee...

 

... und mache mir so ein paar Gedanken. 3 meiner Gedanken möchte ich mit Ihnen teilen....

 

 

Fahrbahnschwellen. Die fallen mir zuerst ein. Vor wenigen Wochen hatte ich angeordnet, dass in einer schulnahen Straße in der Kernstadt aufgrund der dort zu hoch gefahrenen Geschwindigkeiten (trotz Kontrollen, trotz Warnhinweise) Fahrbahnschwellen montiert werden. Lange Zeit wollte ich davon absehen die Dinger aufzuschrauben. Es blieb aber letztlich keine andere Wahl. Nun erreichen mich auf vielen Kanälen Hinweise, die Dinger seien ja viel zu hoch. Da könnte man ja nur in Schrittgeschwindigkeit drüberfahren. Da stellt sich mir nun die Frage: Wie schnell darf denn dort gefahren werden? In einer Spielstraße? Genau, Schritgeschwindigkeit eben... Da macht es wenig bis gar keinen Sinn dort Fahrbahnschwellen zu montieren, die vielleicht die Höhe für eine Tempo-30-Zone haben. Die Geschwindigkeit soll eben auf Schrittgeschwindigkeit gedrosselt werden. Es wird übrigens noch eine weitere Schwelle montiert werden.
Für die bevorstehenden Bauarbeiten in der Teichstraße und dann im Folgejahr in der Marktstraße wird es, ich kündige das schon jetzt an, in dem dortigen Bereich temporär auch zu Änderungen der Beschilderung und damit auch zu Änderungen in der Möglichkeit der Durchfahrung kommen. Damit soll verhindert werden, dass sich Verkehrsströme abseits der gewollten, ausgeschilderten Umleitungsstrecken bilden. Die beiden Baumaßnahmen werden die Geduld und die Nerven aller Gladenbacher wahrscheinlich aufs Ärgste strapazieren. Aber ein "operativer Eingriff" am Herzen der beiden Hauptverkehrsstraßen in der Kernstadt wird nicht geräusch- und gefühllos an uns allen vorbeigehen. Ich bitte alle Bewohner und besonders auch alle Gewerbebetriebe schon jetzt um ihr Verständnis.

 

Kirschenmarkt. Der schwirrt immer noch und jetzt schon wieder in meinem Kopf herum. Das Fest, in diesem Jahr vergleichsweise sehr friedlich verlaufen, aber trotzdem sehr erfolgreich, endete am Sonntag mit einem grandiosen Feuerwerk. Nachbetrachtungen sind schon gelaufen. Wir sind sehr zufrieden. Und erste Verträge für das kommende Jahr werden schon überarbeitet und korrigiert. Das Sicherheitskonzept hat sich voll bewährt. Vielen herzlichen Dank nochmal an alle Beteiligten der Stadt und der SEB, alle Hilfskräfte (egal ob ehrenamtlich oder entgeltlich), den Landkreis und, und, und. Besonders möchte ich mich bei der Freiwilligen Feuerwehr Gladenbach bedanken. Viele wären sicherlich gerne auf's Fest gegangen statt Dienste zu schieben. Danke auch nochmal für die schnelle und unkomplizierte Hilfe Herzlichen Glückwunsch rufe ich nochmals unserer neuen Kirschenkönigin Ann-Marie I. zu. Ich freue mich auf das gemeinsame Jahr mit der neuen Majestät.

 

Kindergartenbeiträge. Seit Sommer letzten Jahres (!) ein immer wieder gern und siedendheiß diskutiertes Thema. Was habe ich mir da schon die Finger verbrannt. So wie sich die Lage im Moment darstellt werden in Gladenbach die Elternbeiträge nicht erhöht, vielleicht sogar für Kinder über 3 Jahren gänzlich erlassen. Aus Sicht des Kämmerers und Bürgermeisters allerdings eine sehr ungute Entscheidung. Bis auf die Stadt Marburg (Sonderstatusstadt) haben fast alle anderen Kommunen im Kreis ihre Beiträge erhöht. Notgedrungen. Durch die gleichzeitige Landesförderung werden die Eltern jedoch in erheblichem Umfang entlastet. Daher kann ich die diesbezüglichen Proteste nicht ganz verstehen. Wenn ich voher € 170,--/Monat bezahlt habe und soll jetzt nur noch € 69,-- bezahlen (Vorschlag des Bürgermeisters), dann ist das ja immerhin eine erhebliche Verbesserung für die Eltern. Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, die Kosten für die Kinderbetreuung sind durch das Land Hessen zu tragen. Auch unter einer gewissen Beteiligung der Kommunen. Genau wie bei den Schulen. Und grundsätzlich sollten auch die Kinder unter 3 Jahren diese Förderung erhalten. Das Spielfeld für diese Diskussionen und Kämpfe sollten aber nicht die Kommune mit dem kommunalen Haushalt sein, der hier enorm belastet wird und durch die Auswirkungen der Beschlüsse schon wieder erheblich ins Wanken geraten wird. Dieses Spielfeld muss in Wiesbaden bespielt werden. Hier sind an die heimischen Abgeordneten die Forderungen zu stellen!

 

So, das soll's für heute gewesen sein. Ich wünsche Ihnen eine gute Woche, einen schönen Rest-Sommer und, wenn er noch bevorsteht, einen schönen Urlaub. Bleiben Sie gesund.

 

Allerherzlichst

Peter Kremer

Ihr Bürgermeister

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© Peter Kremer, Gladenbach 2017