Herzlich Willkommen Ihr Peter Kremer
Herzlich WillkommenIhr Peter Kremer

Gar nicht amtlich... Die etwas andere Kolumne

 

Zur Erläuterung: Der Text muss immer schon 1 Woche vor der Veröffentlichung im Verlag vorliegen. Daher dieser zeitliche Verzug. Ich bitte um Entschuldigung wenn dadurch manchmal der aktuelle Bezug fehlt.

Die gar nicht amtliche Tasse Kaffee...

 

Gerade im Neuen Jahr angekommen, da sitze ich also schon wieder mal bei einer guten Tasse Kaffee und mache mir so meine Gedanken...

 

Geschafft. Das Jahr 2018 haben wir jetzt hinter uns gelassen und weitestgehend damit abgeschlossen. Den Jahreswechsel selbst habe ich persönlich mit einigen Freunden bei einem guten Essen (jeder hatte etwas dazu beigetragen) und in lockerer Atmosphäre gefeiert. Sie hatten hoffentlich auch eine schöne Silvesterfeier?
Der Blick, die Marschrichtung für's kommende Jahr, die geht sinnvollerweise nur nach vorne. Ein paar Gedanken sollte man jedoch schon Revue passieren lassen. Jeder hat da sicherlich seine eigenen Höhen und Tiefen im abgelaufenen Jahr erlebt. Und die guten Erinnerungen, die speichern Sie dann bitte in Ihrem Gedächtnis für immer ab, die weniger guten Erinnerungen lassen Sie lieber einfach links liegen. Von allem wird wahrscheinlich etwas dabei gewesen sein. Auch bei mir. Grundsätzlich gilt: Lassen Sie sich von der Vergangenheit nicht das Leben diktieren, aber lassen Sie vielleicht die Vergangenheit für die Zukunft ein guter Ratgeber sein. Mehr nicht. Die Vergangenheit Revue passieren zu lassen, das sollten wir 2018 daher auch, um das kommende Jahr 2019 oder die noch folgenden Jahre besser verstehen zu können. Ein sehr ereignisreiches Jahr war’s ja schon gewesen. Für die große Welt, für Deutschland, für Hessen, aber auch für unsere schöne Stadt Gladenbach. So hat die Stadt Gladenbach im vergangenen Jahr zum einen den Schutzschirm des Landes Hessens verlassen (dies bedeutet jedoch keine zusätzlichen Finanzmittel für die Stadt). Für dieses (2019) und die darauffolgenden 4 Jahre ist das Programm Hessenkasse nun eine zusätzliche finanzielle Hürde, die es zu überwinden gilt. Danach sollten wir allerdings alle „Echten Kassenkredite“ abgelöst haben. Also noch keine Gedanken an Steuersenkungen in Gladenbach verschwenden, wie unlängst blumig und phantasievoll gefordert. Im wirtschaftlichen und finanziellen Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis stehen wir heute besser da als vor einigen Jahren. So konnten unsere originären, langfristigen Schulden seit 2014 um über € 1 Mio. gesenkt werden. Die Kassenkredite (also das „überzogene Girokonto“) gar um € 3 Mio. Wir sind also auf einem guten Weg. Alles in allem hat Gladenbach aber leider noch über € 30 Mio. an Verbindlichkeiten zu tilgen. An Steuersenkungen ist also noch nicht zu denken... Aber: Gemeinsam schaffen wir das! Auch den Spagat zwischen Erhalt u. Investitionen in die Infrastruktur sowie Kreditaufnahmen und Tilgung. Dabei müssen wir immer aufpassen, uns nicht „kaputt zu sparen“. Das ist eine große Gefahr! Daher kann auch schon mal eine Netto-Neuverschuldung durchaus sinnvoll sein. Wenn wir die Zinsen und die Tilgung bedienen können, dann ist das durchaus ok. Also eine große Aufgabe für die Zukunft.
Auch eine Aufgabe für die Zukunft ist die gemeinsame Vermarktung des eingeschlagenen Holzes aus dem Kommunalwald. Nachdem sich das Land Hessen überängstlich dieser Aufgabe entledigt hat, werden wir ab diesem Jahr versuchen, diese Aufgabe interkommunal, mit fast allen Kommunen des ehemaligen Landkreises Biedenkopf, zu meistern.
Meistern müssen wir auch, nicht nur in Gladenbach, die Pflichtaufgabe der Bereitstellung von Plätzen in den Kindertagesstätten. Hier hoffen wir allerdings auch auf Unterstützung aus Wiesbaden und Berlin. Und zwar nicht nur um die Vorgaben, die die Kommunen zu leisten haben, mal wieder weiter hochzuschrauben, sondern wir hoffen auch auf die notwendigen finanziellen Mittel für diese Aufgabe! Hier fühlen sich alle Kommunen irgendwie im Regen stehen gelassen.


Von der kommunalen Pflichtaufgabe des Brandschutzes möchte ich gar nicht erneut reden. Wobei mir das aber die Möglichkeit gibt, einmal Danke zu sagen. Und zwar Danke an all die ehrenamtlichen Brandschützer der Stadt Gladenbach, die für die Allgemeinheit in puncto Sicherheit Tag und Nacht bereitstehen. Auch hier wird es perspektivisch Anpassungen der Strukturen geben (müssen), um den Aufgaben zukünftig gerecht werden zu können. Die Stadt muss dafür das notwendige Werkzeug – sprich Fahrzeuge, Unterkunft und Ausrüstung - zur Verfügung zu stellen. Ich bitte um Verständnis an alle, wenn das nicht alles und sofort und nicht jetzt gleich abgearbeitet werden kann. Da hilft es auch nichts, Teil- oder Unwahrheiten medial aufgearbeitet zu propagieren. Dies schafft nun mal kein günstiges Klima für ein Miteinander. Und Probleme löst man sinnvollerweise nun einmal am Besten im Miteinander. In diesem Zusammenhang sei ein Presseartikel (HA 27.11. u. OP 01.12.2018) an dieser Stelle einmal richtiggestellt, weil es immer noch zu Nachfragen dazu kommt: Selbstverständlich zahlt die Stadt Gladenbach die Kosten für die notwendigen Tauglichkeitsuntersuchungen der Atemschutzgeräteträger der freiwilligen Feuerwehrleute. Und wie in anderen Städten und Gemeinden auch, so sollen die Termine dieser Untersuchungen jedoch außerhalb der regulären Arbeitszeit gelegt werden, um zu zahlende Verdienstausfälle an die Arbeitgeber zu minimieren.


Meinen Dank richte ich aber nicht nur an die ehrenamtlichen Brandschützer der Stadt Gladenbach. Mindestens ein Dankeschön verdienen auch alle anderen Ehrenamtlichen, die sich in den verschiedensten Bereichen des Gemeinwohls der Stadt Gladenbach engagieren. Seien es die Flüchtlingshelfer, die Mitarbeiter der Tafel, die ehrenamtlich politisch Aktiven der Stadt, Ehrenamtliche in den Vereinen und alle die, die ich sicherlich bei der Auflistung noch vergessen habe. Danke!!

 

So, jetzt waren das so viele Gedanken von mir, da möchte ich Sie gerne in Ihren persönlichen Gedankengängen nicht stören.

 

Ich wünsche Ihnen nicht nur für das Jahr 2019, sondern immer:

- Eine Hand, die Sie immer dann festhält, wenn’s mal stürmisch oder wackelig wird.

- Ein Netz, das Sie auffängt, immer dann, wenn Sie glauben zu fallen.

- Ein Schild, das Ihnen dann den Weg und die Richtung weist, wenn Sie mal nicht wissen, wie’s und wo's weitergehen soll.

- Und mindestens einen echten Freund, dem Sie sich in kritischen Situationen bedingungslos anvertrauen können.

 

Alles, alles Gute für 2019.

 

Allerherzlichst

 

Ihr Bügermeister
Peter Kremer
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© Peter Kremer, Gladenbach 2017