Herzlich Willkommen...
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Meine Zukunft...

Nachdem in der Sitzung der Stadtverordneten am 11. April 2019 der Wahltermin für die nächste Bürgermeisterwahl in Gladenbach auf den 26. April 2020 festgesetzt wurde, und nach einiger Presseberichterstattung aus dem Oktober 2019 sowieso, wird mir vermehrt die Frage gestellt, ob ich denn noch einmal für das Amt kandidieren würde.

Nun, ich denke, dass ich gegen Ende des Jahres 2019 final entscheiden werde, ob ich eine weitere Amtszeit anstrebe oder nicht. Unter den aktuellen Umständen, die sicherlich nicht immer ganz einfach sind, werde ich mich wohl für eine zweite Amtszeit bei Ihnen, liebe Gladenbacherinnen und Gladenbacher, bewerben.

 

Was ich ganz schnell gemerkt, aber eigentlich auch vorher schon gewusst habe: Man kann es nicht allen Recht machen. Und dass es bei denen, denen man es nicht Recht machen kann, auch schon mal Frust und ggf. auch Widerstände gibt. Und die dann offen und/oder versteckt gegen einen arbeiten. Das ist wahrlich nicht schön, oftmals aber an der Tagesordnung. Manches ufert da auch schon mal aus, und so mancher Bürger wundert sich: "Warum lassen Sie sich das gefallen, Herr Kremer?"
Ja, ich wundere mich auch manchmal... Aber im Grunde bin ich, das glaube ich, ein "harmoniesüchtiger Mensch".
Aber das möchte auch in Zukunft sein.

 

Die SPD in Gladenbach wird mir bei der Wahl in 2020 offenbar nicht zur Seite stehen. So stand es am 31. Oktober 2019 im Hinterländer Anzeiger. Und das machte der SPD-Fraktionsvorsitzender Robby Jahnke mehr als deutlich: „Der Amtsinhaber informiert uns nicht – auch nicht über seine Pläne hinsichtlich einer zweiten Amtsperiode. Deshalb gehen wir nicht davon aus, dass er Wert auf eine Unterstützung seitens der SPD legt.“

Nun - das ich mich wohl um eine zweite Amtszeit bewerben werde, ist schon lange kein Geheimnis mehr gewesen. Auf dieser Homepage schon seit mindestens April so veröffentlicht. Die wahren Gründe liegen sicherlich woanders. 

Die Freien Wähler sind bei den Aussagen noch etwas deutlicher geworden: "Eine Unterstützung für den Amtsinhaber kommt für die Freien Wähler nicht in Frage. Wir sind alles andere als zufrieden mit seinem Agieren in seiner ersten Amtszeit. Die war für uns ernüchternd, ja enttäuschend“, sagt Brück.

Worin hier die Gründe zu suchen sind - auch hier kann ich mir das sehr gut vorstellen.

 

Neben meiner Harmoniesüchtigkeit möchte ich bei all den Schwierigkeiten auch morgens immer noch in den Spiegel schauen können, daher nehme ich die (manchmal in Augen Mancher doch unnötigen) Schwierigkeiten und Probleme in Kauf. Ich möchte jedoch auch in der Zukunft für parteiübergreifende Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und für Unabhängigkeit stehen. Die beste Lösung soll es am Ende sein - nicht die farblich sympathischste. Von dieser Sichtweise möchte ich auch in Zukunft nicht abrücken.

 

 

Was ich aber heute schon weiß: Sobald ich das Amt des Bürgermeisters einmal nicht mehr bekleiden werde - egal wann das sein wird - ich werde mich danach in die Gladenbacher Kommunalpolitik nicht mehr einmischen. Mein Vor-Vor-Vorgänger, Siegried Dellnitz (CDU), hat das genauso gemacht und ich finde, das ist die absolut richtige Einstellung dazu. Daher schon heute mein Entschluss: Egal wer wann mein(e) Nachfolger/in sein wird - ich werde den unausgesprochenen aber nirgendwo festgeschriebenen Codex einhalten. Genauso, wie das in fast allen anderen Gemeinden und Städten im Landkreis auch funktioniert. Versprochen!

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© Peter Kremer, Gladenbach 2019